Triest Science Prize
Die Reise des Wissens. Von Norden nach Süden und zurück.
illycaffè verdankt den Rohstoff für seine einzigartige Kaffeemischung all jenen Ländern auf der Südhalbkugel, die den besten Arabica produzieren. illycaffè verpflichtet sich im Rahmen langfristig angelegter, auf Technologie- und Wissenstransfer basierender Projekte zu gemeinsamer Qualitätsverbesserung.
In den Ländern der südlichen Hemisphäre gibt es fähige Wissenschaftler, denen es aber nicht immer gelingt, gebührend auf sich aufmerksam zu machen, da ihnen oftmals die Mittel fehlen, Forschung im eigenen Land zu betreiben.
Ein Bezugs- und Treffpunkt für 700 Wissenschaftler aus Entwicklungsländern ist in Triest angesiedelt. Die Triester Akademie der Wissenschaften für Entwicklungsländer, kurz TWAS (Academy of Sciences for the Developing World) genannt, unterstützt die wissenschaftliche Forschung, fördert den Austausch zwischen Wissenschaftlern und setzt sich für verbesserte Untersuchungs- und Veröffentlichungschancen ein.
Im Jahr 2004 rief illycaffè den Triester Wissenschaftspreis (Trieste Science Prize) in Zusammenarbeit mit der der TWAS, der Stadt Triest und der Triester Internationalen Stiftung für den Fortschritt und die Freiheit der Wissenschaften (Fondazione Internazionale per il Progresso e la Libertà delle Scienze) ins Leben. Jedes Jahr werden zwei Preise von je 50.000 US-Dollar an zwei Wissenschaftler verliehen, die für ihre Forschungsaktivitäten in den Entwicklungsländern ausgezeichnet werden.
2005 Biologie / Physik und Astrophysik
2006 Mathematik / Medizin
2007 Chemie / Agrarwissenschaften
2008 Wissenschaften der Erde, des Weltraums, der Ozeane und der Atmosphäre / Ingenieurswissenschaften
Die Auszeichnung wird von einer Jury mit international anerkannten Forschern vergeben, deren Vorsitzender der Präsident der TWAS ist. Ausschließlich Forscher aus Entwicklungsländern, die in ihren Heimatländern Forschung betreiben, werden für den Preis vorgeschlagen. Wissenschaftler, die bereits den Nobelpreis, den Preis von Tokyo/Kyoto, den Craaford-Preis oder den Abel-Preis erhielten, werden nicht nominiert.
Die Preisträger des ersten Wissenschaftspreises 2005 waren der brasilianische Biologe Sergio Henrique Ferreira, der die Grundlagen für die Behandlung von Bluthochdruck geschaffen hat, und der indische Physiker T. V. Ramakrishnan, Autor von Untersuchungen und Entdeckungen der quantitativen Berechnung der Umwandlungsbedingungen von Flüssigkeiten in Feststoffe.
2006 teilten sich der Biophysiker Chen Ding-Shinn, der eine führende Rolle bei der Entdeckung der Faktoren für die Übertragung des Hepatitis-B-Virus von der Mutter auf das Kind spielte, und der chinesische Biologe Rao Zihe für seinen Beitrag zur strukturellen Biologie den Medizinpreis. Mit dem Preis für Mathematik wurden der brasilianische Mathematiker Jacob Palis und der Inder C.S. Seshadri ausgezeichnet. Palis erhielt den Preis für seinen Beitrag zum besseren Verständnis von Modellen des Bevölkerungswachstums. Seshadri wurde für die Entdeckung der eingliedrigen Standardtheorie ausgezeichnet.
Die Gewinner des dritten Triester Wissenschaftspreises waren der mexikanische Agrarbiologe Luis Rafael Herrera-Estrella sowie der indische Chemiker Goverdhan Mehta, dessen innovative Labortechniken die Synthese von über 50 natürlichen Produkten ermöglichten. Herrera leistete einen erheblichen Beitrag zur Erforschung der Molekularbiologie von Pflanzen und Gentechnik.
